Wasserflöhe wandern nach Grönland

An kaum einem anderen Ort der Welt lassen sich die Folgen des Klimawandels so deutlich erkennen wie auf Grönland. Die größte Insel der Welt ist gegenüber dem erwärmten Klima sehr anfällig. Durch das Verschieben der Eisgrenze, die um Grönland zu finden ist, wandern nun immer mehr Wasserflöhe ins Polarmeer.

Die Zuwanderung der atlantischen Wasserflöhe stellt eine Gefahr für die heimischen Fische und Krabben dar. In der westgrönländischen Diskobucht haben sich mittlerweile insgesamt drei Wasserfloharten niedergelassen. Sie sind für das menschliche Auge kaum voneinander zu unterscheiden. Doch für die Fische und Krabben, die von den Wasserflöhen abhängig sind, sind die Unterschiede deutlich zu erkennen.

Von ihnen werden die beiden arktischen Wasserfloharten Calanus glacualis und Calanus hyberboreus bevorzugt. Sie haben einen Fettgehalt von 70 Prozent. Dagegen verfügt der eingewanderte Calanus finmarchicus lediglich über einen Fettgehalt von 30 Prozent. Er ist demnach für das Leben im arktischen Wasser nicht nahrhaft genug.

Die grönländische Diskobucht ist an der Südgrenze des Meereseises gelegen. Die Eisgrenze um Grönland hat sich infolge der Erderwärmung über die Jahre hinweg nach Norden verschoben. Dadurch ändert sich auch der Jahreszyklus der Wasserflöhe.

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