Nanortalik im Grönland Urlaub entdecken

Island - Westfjord

© Hannelore Dittmar-Ilgen / pixelio.de

Ein wahres Paradies für den Grönland Urlaub, das abwechslungsreicher und attraktiver kaum sein könnte, ist Nanortalik. Mit ihr präsentiert sich die südlichste Kommune des Landes. Nanortalik erstreckt sich bis zur Ostküste und erreicht den Kangerlussuatsiaq-Fjord. Neben der Stadt gehören zu der Kommune noch fünf weitere Siedlungen. Heute leben in Nanortalik rund 1500 Menschen. Trotz der für Grönland hohen Einwohnerzahl wirkt die Region einsam und ruhig, was nicht zuletzt der gigantischen Fläche zugesprochen werden muss. Die Umgebung ist bei Wanderern und Aktivliebhabern populär, die exzellente Möglichkeiten vorfinden. Seit jeher wird das Gebiet von den Inuit geschätzt. Der Grund dafür ist das hohe Robbenvorkommen. Während des Mittelalters ließen sich immer wieder Normannen in dem Gebiet nieder. An diese erinnert noch heute der Hof Herjolfsnes, der entdeckt werden kann. Der norwegische Kaufmann Johan Christian Morch gründete im Jahr 1797 eine Siedlung, die nördlich vom heutigen Nanortalik lag. Im Jahr 1830 entschied man sich für einen Umzug, da die Bedingungen für den Hafen an einem anderen Ort besser waren. Der Name Nanortalik kann in der deutschen Sprache mit Ort der Bären übersetzt werden und weist auf eine Besonderheit ein, die selbst für Grönland einzigartig ist. Vor allem während des Frühjahrs zeigen sich die Bären immer wieder auf Eisschollen.

In Nanortalik zurück in die Geschichte

Nachdem Nanortalik zu Beginn vergleichsweise schnell an Größe gewinnen konnte, begann die Entwicklung rasch zu stagnieren. Grund dafür war die Tuberkulose, die unter den Einheimischen grassierte. Aber auch der Robbenfang verlor sehr schnell an Größe und der Fischfang konnte sich aufgrund des Treibeises nur schwer etablieren. Für eine Entspannung sorgte in den Jahren 1915 und 1925 die Graphit-Mine auf der Insel Amitsoq, die den Einheimischen einen kleinen Gewinn brachte. Ab 1950 konnte die Fischerei in Nanortalik an Bedeutung gewinnen und sorgte für ein überraschend schnelles Wachstum des Ortes. Heute leben die Menschen überwiegend von der Schafzucht. Aber auch der Robbenjagd wird noch immer eine gewisse Aufmerksamkeit zuteil.

Die Stadt Nanortalik

Besucht man im Grönland Urlaub Nanortalik wird man bereits auf den ersten Blick das schöne Stadtbild bemerken. Da sie sich bis heute eine gewisse Einfachheit bewahren konnte, ist die Stadt sehr gut zu überblicken. In Nanortalik findet sich das größte Freilichtmuseum auf Grönland. Es liegt im Kolonialhafen der Stadt und ist als Nanortalik-Museum bekannt. Zu dem Museum gehören insgesamt neun Häuser, die sehr viel Wissenswertes über das Leben im 19. und 20. Jahrhundert vermitteln. Daneben bietet es eine umfangreiche Ausstellung mit Exponaten, die von den Ausgrabungen eines nahe gelegenen Hofes stammen.

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