Grönland-Wikinger waren erste Opfer des Klimawandels

Nach Ansicht von Experten waren die Grönland-Wikinger in der Historie die ersten Opfer des Klimawandels. Die niedrigeren Temperaturen während der „Kleinen Eiszeit“ gestalteten das Leben der Wikinger über Jahrhunderte hinweg immer schwieriger und machten ein Überleben für Mensch und Tier nahezu unmöglich.

Im späten zehnten Jahrhundert wurden durch die Wikinger auf Grönland zwei Siedlungen gegründet. Sie befanden sich am Südwest-Zipfel der größten Insel der Welt. Noch Jahrhunderte nach der Besiedlung durch die Nordmänner gelang es Archäologen in der Nähe vom heutigen Nuuk Fußknochen von Wildvögeln und Kaninchen bei Ausgrabungen zu finden. Auf Grönland lebten die Wikinger verstreut auf mehreren Bauernhöfen.

Nachdem Eirík Thorvaldsson, auch bekannt als Erik der Rote, die Wikinger nach Grönland lockte, konnten die sich in den ersten Jahren noch mit den extremen Bedingungen arrangieren. Sie düngten Wiesen und Weiden mit Mist und hielten je nach Größe des Bauernhofs unterschiedlich viele Rinder.

Nur drei Monate lang konnten die Rinder auf den wenigen Weiden von Grönland verweilen. Berechnungen zufolge benötigten die Wikinger für 15 Kühe und 50 Schafe 90 Tonnen Heu pro Jahr. Trotz der harten Bedingungen gelang es den Wikingern das Beste aus ihren kargen Kolonien zu machen. So legten sie auf Grönland mehrere Kanäle an, die der Bewässerung von Wiesen und Weiden dienten. Doch die kälteren Temperaturen, die mit der kleinen Eiszeit einhergingen, machte die mühselig aufgebaute Infrastruktur schließlich zu Nichte.

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