Grönland und die Eisbären – der Nanoq

Traditionen und Ursprünge sind auf Grönland allgegenwärtig und haben sich bis heute mit all ihren Besonderheiten am Leben halten können. Es sind vor allem die Einheimischen, die an eben diesen festhalten. Eine besondere Aufmerksamkeit wird auf Grönland dem Eisbär zuteil. Bei den Einheimischen ist er als Nanoq bekannt. Die Inuit sehen in dem Eisbär nicht mehr als Meerestier. Dass diese Einschätzung nicht grundlos ist, zeigt sich beim Blick auf die Lebensgewohnheiten des Tieres. So ernährt sich der Eisbär überwiegend von Robben. Zugleich ist er meist vor der Küste zu finden. Dass sich hinter ihnen jedoch exzellente Schwimmer verbergen, die bis zu 100 km problemlos zurücklegen können, wissen nur die Wenigsten. Seit jeher wird der Eisbär von den Inuit verehrt. So glauben sie zum Beispiel, dass die Seele eines verstorbenen Jägers in einem Bär weiterleben kann. Zahlreiche Geschichten, die noch heute auf der größten Insel der Welt erzählt werden, zeigen den Nanoq von einer sehr freundlichen Seite, mit der er sich den Menschen präsentiert. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der Eisbären stark zurückgegangen. Heute leben im arktischen Raum noch rund 40.000 Eisbären. Während ihres Lebens legen sie beeindruckende Strecken zurück, sodass man bereits einen Eisbär aus Spitzbergen im 3000 km entfernten Nanortalik gefunden hat.

Eisbären auf Grönland

Auf Grönland leben die Eisbären vor allem im Norden, wobei sie bis zu den Höhen von Upernavik zu finden sind. Aber auch entlang der gesamten Ostküste begegnet man dem beeindruckenden Tier. Der Nanoq hat eine beeindruckende Körpergröße, die mit liebevollen Kuscheltieren, wie man sie aus Bilderbüchern kennt, nur wenig gemein hat. So erreichen die größten Fleischfresser unter den Säugetieren eine Größe von bis zu 3,30 m. Durchschnittlich legen sie ein Gewicht von 450 kg auf die Waage, wobei sie auch um einiges schwerer sein können. So erreichen ausgewachsene männliche Eisbären bis zu 700 kg.

Die Besonderheiten der Eisbären

Pro Jahr fressen die Eisbären 50 bis 100 Robben, wobei die Ringelrobben zu ihren bevorzugten Arten gehören. Doch der Nanoq verschmäht auch andere Tierarten nicht. Vor allem während des Frühsommers ist er nicht wählerisch. In dieser Zeit beginnt das Eis zu reißen und die Robbenjagd gestaltet sich für die Tiere als schwierig. Die Paarungszeit der Eisbären erstreckt sich von April bis Mai. Erst im November beginnt die trächtige Bärin damit in der Nähe der Küste eine Höhle zu graben. Um Neujahr bringt sie in dieser Höhle in der Regel zwei Junge zur Welt. Die Jungen sind gerade einmal so groß wie ein Meerschweinchen und wiegen nicht mehr als 1 kg.

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