Die Natur auf Grönland

Trotz des arktischen Klimas beheimatet Grönland eine überraschend vielfältige Flora, die der Natur zu einem besonderen Facettenreichtum verhilft. Für viele ist die Natur der wichtigste Grund, der für den Grönland Urlaub spricht. Aufgrund der vergleichsweise geringen Besiedlung konnten die Ursprünge von Flora und Fauna erhalten bleiben. Bis heute konnten 4000 verschiedene Pflanzenarten auf Grönland ausgemacht werden. Lediglich 500 davon zählen zu den Höheren. Die unterschiedlichen Klimazonen sorgen für eine abwechslungsreiche Gestaltung der Natur. In den subarktischen Gebieten des Südens befinden sich überraschenderweise Bäume, die auf Grönland eigentlich rar sind. Birken, Weiden und Ebereschen erreichen in diesen Gefilden eine Höhe von bis zu 7 m.

Die Natur im Süden von Grönland

Südgrönland ist eine der wenigen Regionen des Landes, in denen es Menschen gelungen ist Kulturpflanzen anzubauen. Heute genießt der Anbau von Kartoffeln, Radieschen, Salat und Kohl im Süden des Landes eine große Bedeutung. Den Einheimischen gelingt es zudem, ausreichend Heu für die Winterversorgung der Schafe zu produzieren.
Die Landschaft von Südgrönland ist wesentlich grüner als in den nördlichen Gefilden. Auch der Artenreichtum erreicht eine beeindruckende Vielfalt. Hier trifft man auch auf die Nationalblume von Grönland, das Weidenröschen. Während des kurzen Sommers erwacht die Natur auf Grönland nahezu explosionsartig zum Leben. In dieser Zeit präsentiert sie sich mit einer Farbenpracht, die nicht nur besonders reizvoll, sondern auch außergewöhnlich ist. So wachsen in dieser Zeit Orchideen und Schneeenzian. Der Schneeenzian gehört mit seinen blauen Blüten zu den schönsten Blumen auf Grönland.

Pflanzen und Pilze auf Grönland

Alle Regionen von Grönland beheimaten sehr unterschiedliche Pflanzen, die sich den harten Bedingungen der Insel angepasst haben. Auf der ganzen Insel blüht das Weidenröschen, das sich mit pinkroten Blüten von Sand und Schotter abhebt. Eine besondere Aufmerksamkeit wird den Kräutern zuteil. Sie werden während des Sommers von vielen Einheimischen gesammelt und schließlich auf Märkten verkauft. Während des Spätsommers zieht es die Einheimischen in die Natur. Grönland ist reich an verschiedenen Beeren, die auf traditionelle Art zu Marmeladen und Grütze verarbeitet werden. Ein vergleichsweise geringes Interesse wird den Pilzen zuteil. Auf Grönland gibt es rund 700 verschiedene Pilzarten. Keine der Arten ist giftig. Viele lassen sich als Speisepilz verarbeiten. So gibt es auf Grönland 6 verschiedene Champignon-Arten und den Birkenpilz. Eine besondere Farbenpracht präsentieren die Flechten, die bereits nach kurzen Regenschauern die Natur in ein buntes Meer verwandeln.
Möchte man die Natur mit all ihrer Vielfalt entdecken, ist ein kurzer Grönland Urlaub kaum ausreichend. Beeindruckend ist bis heute der Umgang mit allen Pflanzen. Durch das Bewusstsein gegenüber diesen und das Leben im Einklang mit der Natur konnten die Ursprünge bis heute erhalten werden.

Dieser Beitrag wurde unter Grönland abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort auf Die Natur auf Grönland

  1. Pingback: Südgrönland – üppige Vegetation und Spuren der Vergangenheit | Grönland-Blogskandinavien

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>