Die Geologie auf Grönland

Geologisch zählt Grönland zu den ältesten Ländern der Welt. Wissenschaftlern gelang es in der Vergangenheit Gneise und Granite aus dem Präkambrium zu bestimmen. Das Präkambrium ist die Urzeit der Erde und erstreckte sich vor 4500 Millionen bis 600 Millionen Jahren. An der Westküste von Grönland stößt man heute auf die ältesten Gesteine des Landes. Sie präsentieren sich den wenigen Besuchern zwischen Paamiut und Kangerlussuaq. Die Gesteine, die in der Nähe von Nuuk zu finden sind, sind rund 3700 Millionen Jahre alt. Westlich der Nuussuaq-Halbinsel trifft man auf den jüngsten Teil des Landes. Die Diskoinsel, der westliche Teil der Nuusuaq-Halbinsel und die Region, die sich südlich von Ittoqqortoormiit erstreckt, haben einen vulkanischen Ursprung und entstanden im Tertiär.

Das Eisschild von Grönland

Wesentlich jünger als viele andere Regionen von Grönland ist der Eisschild. Er umfasst eine beeindruckende Größe von 1,8 Millionen Quadratkilometern. Er erstand erst vor rund 2 bis 3 Millionen Jahren in der quartären Eiszeit. Durch versteinerte Birken und Nadelbäume konnte nachgewiesen werden, dass das Klima auf Grönland zu dieser Zeit eher subtropisch und feuchtwarm war. Dadurch beheimatete die Insel eine nahezu üppige Vegetation. An der Ostküste von Grönland konnte das Fossil von einem Vier-Beine-Fisch entdeckt werden. Im Laufe der Eiszeit wurde Grönland komplett vom Eis bedeckt. Dabei machten die Eismassen auch vor den imposanten Gebirgen, die sich heute mehr als 3000 gen Himmel strecken, keinen Halt. Durch das enorme Gewicht der Eismassen senkte sich die Mitte der Insel um ganze 800 m. Infolge dessen entstand eine Schlüsselform, die für die Natur von Grönland bis heute von unschätzbarer Bedeutung ist. Nur durch sie wird bis heute vermieden, dass das Inlandeis als Ganzes schmilzt.

Das zentrale Inlandeis auf Grönland

Seit jeher fasziniert Wissenschaftler und Experten das Inlandeis auf Grönland. Während es für Touristen nicht mehr als eine Natursensation ist, interessieren sich wissenschaftliche Untersuchungen für die Ursprünge und die derzeitige Entwicklung. Seit 1995 führt die NASA auf Grönland umfangreiche Untersuchungen durch. Dadurch konnte bewiesen werden, dass die Gletschergebiete im Südosten von Grönland zwar vergleichsweise schnell abschmelzen, das Inlandeis jedoch an Größe gewinnt. Durch die abschmelzenden Gletschermassen während der letzten Eiszeit wurde die Form des Landes gestaltet. Grönland hat den Gletschermassen die heute so abwechslungsreiche Gebirgslandschaft zu verdanken. Vor allem an der Ostküste trifft man auf imposante Erhebungen.

Mineralien auf Grönland

Grönland ist reich an Mineralien und beheimatet ein gigantisches Vorkommen. Schon seit einigen Jahren werden einzelne Mineralien auch wirtschaftlich genutzt. Neben Kryolith wird vor allem Zink und Blei eine große Aufmerksamkeit zuteil. Nicht zuletzt ist Grönland eines der wenigen Länder, in dem sowohl meteoritisches als auch tellurisches Eisen vorkommt. Bereits vor mehr als 100 Jahren begannen die Inuit mit der Nutzung der Steine. Aus ihnen stellten sie zum Beispiel Messer her, die sie für die Jagd verwendeten. Bei Kap York, das sich in Nordgrönland befindet, ging wahrscheinlich ein Meteoritenregen nieder.

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