Das Sehnsuchtsland auf Grönland – Pituffik

Grönland ist zweifelsohne eine beeindruckende Insel, die schöner und imposanter kaum sein könnte. Doch auch auf ihr finden sich Regionen, die beliebter oder eben auch weniger beliebt sind. Eine Region ist ein wahres Sehnsuchtsland, das zugleich das Ziel zahlreicher Urlauber ist. Pituffik, besser bekannt als Thule. Der Ort befindet sich in der Kommune Avanersuaq. Thule ist eine der größten US-amerikanischen Militärbasen, die sich außerhalb der USA befinden. Bereits seit 1953 ist dieser Ort nahezu menschenleer. Die Einheimischen, die einst bis 1953 in Thule lebten, wurden durch die Regierung umgesiedelt. Sie wurden in den 150 km entfernten Ort Qaanaaq vertrieben. Heute wird die Landschaft durch Eis und karge Gletscher geprägt. Nur für kurze Zeit kann man Thule mit dem Boot erreichen. Dieses Zeitfenster liegt im Sommer. Den Namen Pituffik erhielt der Militärstützpunkt von den Einheimischen. Die Geschichte von Thule lässt sich bis auf das Jahr 1941 zurückführen. In diesem Jahr unterschrieb der dänische Botschafter Henrik Kaufmann mit den USA einen Vertrag, in dem die Verteidigung von Grönland im Zweiten Weltkrieg geregelt wurde. 1943 errichteten die USA zunächst eine meteorologische Station in der Region. Schon 1946 kam ein gigantisches Rollfeld dazu, das sich über eine Länge von insgesamt 1,5 km erstreckte.

Die Geschichte von Thule

Als die USA mit dem Bau der Militärbasis begann, lebten die Menschen der Region im benachbarten Uummannaq, das nicht weit von der Basis entfernt war. Im Jahr 1910 gründeten Knud Rasmussen und Peter Freuchen die Handelsstation Thule auf Grönland. Sie erweckten sie am Kap York zum Leben. Die Station befand sich in einem 8000 km² großen Jagdgebiet und wurde durch Fjorde, Küste und Land umgeben. Aber auch Füchse, Walrosse und Eisbären waren in den Gefilden zu finden. Eine der wichtigsten Einnahmequellen für die Bewohner von Thule war die Fuchsjagd. Über die Thule-Handelsstation konnten sie die Fuchsfelle überregional verkaufen.

Die Thule Air Base auf Grönland

Über Jahrzehnte hinweg lebten die Menschen in der Region von der Jagd. Erst 1951 kam es zum dramatischen Umbruch in Thule. Zu dieser Zeit wurde zwischen den USA und Dänemark ein neues Verteidigungsabkommen beschlossen. Doch noch bevor der Vertragsabschluss beendet werden konnten, begannen die USA auf Grönland mit dem Ausbau der Thule Air Base. Mit ihren Flugzeugen fielen tausende US-amerikanische Soldaten in der Region ein. Für die Menschen, die traditionell auf Grönland lebten, glich das einem Kulturschock. Im Mai 1953 kam es schließlich zur Umsiedlung der Inughuit. Ohne vorherige Anhörung wurden die Menschen umgesiedelt und mussten sich mit Qaanaaq abfinden. Da noch nicht alle Häuser in Qaanaaq fertig waren, lebten sie zunächst in Zelten.

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