Arktisinsel Grönland mit strahlenden Aussichten

Während sich das Eis zurückzieht, hat die Arktisinsel Grönland zusehends aber auch strahlende Aussichten. Auf der größten Insel der Welt wurde jüngst ein reiches Vorkommen an seltenen Erden entdeckt. Die Metalle, deren Vorkommen auf internationaler Ebene vergleichsweise gering ist, werden weltweit unter anderem für die Produktion von Windkraftanlagen genutzt.

Nach ihrer Entdeckung auf Grönland sollen sie nun abgebaut werden. Doch mit dem Abbau von seltenen Erden entsteht mit Uran ein gefährliches Abfallprodukt, das vor allem für die Menschen, Tiere und Pflanzen auf der Insel ein erhebliches Risiko darstellt. Bei der Produktion von Handys, Flachbildschirmen und Windkraftanlagen sind seltene Erden schlichtweg noch immer unersetzbar.

Eines der Vorkommen, das nun auf Grönland ausgemacht wurde, ist nicht nur mit Blick auf die Reinheit ausgesprochen vielversprechend, sondern ist auch gut zugänglich. Es befindet sich auf dem 690 Meter hohen Berg Kvanefjeld. Er liegt nahe der Ortschaft Narsaq an der Südspitze Grönlands.

Schon in drei oder auch vier Jahren soll hier bezugnehmend auf die aktuellen Pläne mit dem Abbau von seltenen Erden begonnen werden. Nach Angaben der australischen Grubengesellschaft Greenland Minerals & Energy wird sich die jährliche Ausbeute voraussichtlich auf ein Volumen von rund 40.000 Tonnen belaufen. Hierbei würde es sich immerhin fast um die Hälfte der vollständigen Produktion Chinas handeln. Die Anträge für das erforderliche Genehmigungsverfahren sollen Ende des Jahres gestellt werden. Mit Blick auf das Vorhaben zeigt sich die Regierung Grönlands grundsätzlich positiv gestimmt.

Der Abbau von seltenen Erden könnte letzten Endes dazu beitragen, dass sich Grönland endlich vollständig von Dänemark abnabeln kann und ein eigenständiger Staat wird. In den letzten Jahren gestalteten sich die Erfolge bei der Offshore-Suche nach Gas und Öl auf Grönland eher ernüchternd. Aus diesem Grund sind nun auch die Reichtümer, die unter der Oberfläche des Eilandes zu finden sind, wieder stärker ins Visier von Unternehmen geraten. Mit dem Abbau von seltenen Erden wird man auf Grönland aber auch das vorhandene Uranvorkommen mit fördern.

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